2021

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Hindelbank erzählt die Geschichte eines prächtigen Schlosses. Ein mächtiger Patrizier liess es vor 300 Jahren bauen. 1866 kaufte es der Kanton Bern. Er betreibt darin bis heute eine Anstalt für Frauen, seit 1896 als Arbeits- und dann als Strafanstalt. In dieser Zeit entwickelt sich Bern aus dem feudalen Ancien régime über die liberale Kantonsverfassung als Teil des neuen schweizerischen Bundesstaats mit Demokratie, Rechtsstaat, Gewaltenteilung, Menschenrechten und Menschen mit Rechten.


Hindelbank zeigt die Entwicklung der bernischen Armenpolitik, der landesweiten administrativen Versorgung und des Strafvollzugs. Dieser wandelt sich von der willkürlichen Einweisung zum gerichtlich verfügten Freiheitsentzug mit dem Ziel der Resozialisierung. Die anfänglich ungeeigne-ten Räume im Schloss werden erst spät durch Neubauten erweitert und den gesetzlichen Anforde-rungen angepasst.


Hindelbank macht am Beispiel von Frauen den staatlichen Umgang mit Straftäterinnen und Straf-tätern sichtbar. Die Freiheitsstrafe sperrt sie aus der Gesellschaft aus; dies mit dem Ziel, dass die Frauen sich sozial wieder integrieren und künftig straffrei leben. Dabei gilt es, Schäden bei den Betroffenen zu vermeiden. Auch wenn sie durch ihre Taten anderen Menschen und deren Ange-hörigen Schaden zugefügt haben.


Hindelbank beleuchtet anhand der bis 1981 praktizierten administrativen Versorgung auch einen dunklen Aspekt der Schweizer Geschichte. Er stellt uns vor die Frage, wie spätere Generationen unser heutiges Handeln beurteilen werden.

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Hindelbank

Justizvollzugs- anstalt Hindelbank
von Erlachweg 2
3324 Hindelbank
T 031 636 37 11 | Zentrale
T 079 523 50 18 | Ausstellung
Informationen > www.ausstellung-hindelbank.ch
Kontakt > christoph.reichenau@bluemail.ch

Anreise

Mit dem ÖV ab Bahnhof Hindelbank Bus 451 bis Hettiswil Kreuz, dann 10 Min. zu Fuss.
Es stehen wenige Parkplätze zur Verfügung.

Covid-19

Für den Besuch der Ausstellung gilt wegen COVID-19 das 3G-Prinzip: Zutritt erhalten nur Personen, die geimpft, genesen oder negativ getestet sind. Das entsprechende Covid-Zertifikat muss zusammen mit einem Ausweis, der die Identität bezeugt, beim Einlass vorgewiesen werden. Dies betrifft Besucherinnen und Besucher ab 16 Jahren.

Öffnungszeiten

Mittwoch – Freitag | 13.30 – 17.30 Uhr
Samstag | Sonntag | 10 – 17 Uhr
Montag/Dienstag geschlossen.

> Menschen mit Beeinträchtigungen werden beim Besuch der Ausstellung unterstützt.
Anmeldung 2 Tage im Voraus
> T 079 523 50 18.

Kurzführer

> Download [PDF 1.3MB] Kürzführer durch die Ausstellung mit Fragen an die Besuchenden.

Führungen

> Öffentliche Führungen
vom 17. Oktober bis und mit 21. November jeden Samstag und Sonntag jeweils um 11 Uhr. Keine Anmeldung nötig.

> Spezialführungen und Vermittlungsanlässe für Gruppen, Vereine und Schulen nachVereinbarung > T 079317 44 24. Terminwünsche werden nach Möglichkeit berücksichtigt.

Traditioneller Schlossmärit

Freitag 26. November | 17 – 21 Uhr Samstag 27. November | 15 – 20 Uhr

Publikation

Zur Ausstellung erscheint das Buch Hindelbank. Das Schloss. Die Anstalt. Das Dorf – 1721 bis heute.
304 Seiten | 211 Abbildungen
Sinwel Verlag Bern
ISBN 978-3-85911-900-0
Fr. 48.– im Buchhandel
Fr. 40.– in der Ausstellung

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Impressum | Dank

Leitung Gesamtprojekt Christoph Reichenau | Ausstellung Markus Schürpf | Gestaltung Bernard Schlup. In Zusammenarbeit mit der JVA Hindelbank, Amt für Justizvollzug des Kantons Bern. Verantwortlich für die Ausstellung, die Angebote zu ihrer Vermittlung sowie die Publikation ist der Verein Projekt Hindelbank.

Wir danken den zahlreichen Freiwilligen für ihren Einsatz an der Ausstellung.

Wir danken den Unterstützerinnen und Unterstützern> Gemeinde Hindelbank | Gemeinde Jegenstorf | Burgergemeinde Bern | Kanton Aargau | Kanton Basel-Landschaft | Kanton Basel-Stadt | Kanton Bern > Direktion Bildung und Kultur sowie Lotteriefonds | Kanton Glarus | Kanton Graubünden | Kanton Nidwalden | Kanton Schaffhausen Kanton Solothurn | Kanton St. Gallen | Bürgi-Willert-Stiftung Bern | Ursula Wirz-Stiftung Bern | Gesellschaft zu Mittellöwen Bern | Ernst Göhner Stiftung | AnaPath Services GmbH Liestal | Einzelpersonen

Bild David Herrliberger | Kupferstich | 1754 / Fotos Anonym | Archiv JVA Hindelbank und Yoshiko Kusano / Atelier Lapislazuli / macREC